Something pure to burn the darkness
Gut gegen Nordwind

Vor ein paar Wochen habe ich mit R. einen endgültigen Schlusstrich gezogen. Ging nicht mehr weiter. Ich habe ihn leider damit überrollt; es ist eine schlechte Angewohnheit, alles mit sich selbst auszumachen.
Ich würd gern normal befreundet bleiben, weil er immer ein angenehmer Freund war und die ganzen blöden Sachen auf der Beziehungsebene passiert sind. Das fällt ihm jetzt schwer. Dadurch, dass ich das Aussprechen meiner Entscheidung so lange herausgezögert habe, sitzen wir jetzt auf verschiedenen Zeitebenen.

Ich hatte die Zeit, mich zu entwöhnen. Beziehungsweise die Zeit, festzustellen, dass ich bereits entwöhnt bin.
Er sieht sich mit der plötzlichen Einsicht konfrontiert, dass es kein nächstes Mal geben wird.
Das schlimmste ist, dass er dieses endgültige nicht sehen will. Er verurteilt es geradezu, wenn ich es ausschließe. Das macht es nicht leichter...

Auch dass er jetzt auf einmal so viel Redebedarf hat. Verständlicherweise. Ich komme trotzdem nicht damit zurecht.

Eigentlich war ich vorhin auch sehr schlecht drauf. Das Buch, das ich mir gekauft habe, hat kein Happy End gehabt, und bei den beiden hat man aber so sehr darauf gehofft... es hat mich ein bisschen mitgenommen. Und der einzige, mit dem ich über sowas reden wollte, will nichts davon hören.

Also hab ich aus Frust Omegle ausprobiert. Erstmal drei Freaks erwischt. Aber seit etwa zwei Stunden schreibe ich mit jemandem aus Wisconsin, und er hat mir wirklich den Abend gerettet... bevor wir off gehen, muss ich ihm das noch sagen. Er war heute meine Insel.
30.4.11 23:06
 


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